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Mit dem Drahtesel zum



Nordkap

My Little Long Trip in 2023

#Michael2Nordkap

Tag 30: Mittwoch, 28.06. (135 km /1093 hm)

29/6/2023

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Am Morgen zeigte sich der Unterschied zwischen wild-campen und Campingplatz. Bereits ab 6:30 Uhr herrschte reges Treiben auf dem Platz. Da ich um 10:00 Uhr in Alta beim Fahrradschrauber sein wollte, hätte 7:30 Uhr aufstehen, vollkommen gereicht. Egal… Wach ist wach. Zelt zusammen gepackt, ins Bad (was für ein Luxus😉) und dann in die Küche, um Gas zu sparen und Geschirr und Sitzgelegenheiten vom Campingplatz zu nutzen. Dort dann ein letztes Treffen mit Niklas, der heute von Alta nach Kopenhagen zurück fliegt. Ich hatte es gemütlich angehen lassen, noch ein paar Fotos gemacht auf dem Weg in die Stadt und war gegen 10:15 Uhr bei „Sport1“ einem Sportgeschäft, mit angeschlossener Fahrradwerkstatt. Der Laden war geöffnet. In der Werkstatt war alles dunkel. Obwohl ein Schild an der Tür prangte: werktags 10:00 bis 16:00 Uhr.🤷🏻‍♂️
Ich bin also rüber ins Geschäft und habe gefragt, wann der Mokel kommt. Sie meinte, der kommt erst um zwölf. RATZOPALTUFF!!! Also gut, bin ja im Urlaub… Im Einkaufszentrum unweit von Sport1 entfernt, gab es ein Café, mit den in Norwegen üblichen Waffeln. Serviert mit Joghurt und Marmelade.
Zweites Frühstück und dann dachte ich mir, es sei geschickt, schon mit dem Hinterrad in der Hand vor dem Geschäft zu stehen, wenn der Mokel aufschlägt.
Wieder runter vor die Tür, Gepäck vom Rad, stabilen Stand an einer Wand gesucht und Hinterrad ausgebaut. Mit dem Hinterrad bewaffnet, wieder auf dem Weg zur Werkstatt gemacht. 12:00 Uhr keiner da. 12:15 Uhr keiner da. Fresse dick!!!
Wieder rüber in den Laden. Die Frau hinterm Tresen hatte offensichtlich schon in meinem Gesicht das Ungemach erkannt. Und entschuldigte sich schon, bevor irgendein Wort gesagt hatte. Sie wüsste auch nicht… Eigentlich müsste er… Normalerweise immer pünktlich…
Mit finstere Mine wieder raus aus dem Laden und mich wieder vor die Werkstatt gestellt. Ein Norweger, der offensichtlich meine Mimik richtig interpretiert hatte, meinte: wenn er nicht käme, könnte ich es ja bei XXL gegenüber probieren… MOMENT MAL. Da gab es noch einen zweiten Schrauber.?!
Ich mein Rad geschnappt, mir von dem Herrn noch mal den Weg beschreiben lassen und rüber zu XXL. Ebenfalls ein Riesen Sportladen und als ich den ersten Verkäufer ansprach, meinte er, ich sollte mal mitkommen. Der Schrauber in der Werkstatt super nett, aber ziemlich im Stress. Fragte mich, was ich für ein Werkzeug brauche, und meinte ich könne das vor Ort selber machen mit seinem Werkzeug. Er könne mir nicht helfen.
Habe ihm also die Nabe gezeigt und er reichte mir auf Anhieb das richtige Werkzeug. Nach 3 Minuten war das Lager spiel eingestellt. Einzig allein blieb die Frage, wie sich das Spiel verstellen konnte, denn alle Verschraubungen waren bombenfest.
Da ich also nicht wusste, ob mein Fix einen Tag, drei Tage, oder bis ans Ende der Tage meines Drahtesels halten würde, umschlich mich ein komisches Gefühl.
Beim Zurückgeben des Werkzeuges, bedankte ich mich und meinte, ob das Werkzeug auch zu verkaufen wäre. Er verwies mich wieder an den Verkäufer im Laden. Dort konnte ich dann zu norwegischen Kurs, Kettenpeitsche und Kassettentool erwerben… was fehlt, war der 17er Konus-Schlüssel. Er gab mir noch eine weitere Adresse circa 5 km in der Richtung, in die ich eh musste.
Die Bude hatte gerade aufgemacht, und man halte sich fest, Eigentümer ist der ehemalige Schrauber von Sport1.
Auf die Frage, wie sich das Lager lösen konnte, hatte er eine plausible Antwort: wenn in der Lagerschale erst eine Unebenheiten vorhanden ist, wirkt bei Belastung jede Kugel quasi wie ein Schlagschrauber und treibt den Konos auseinander… hätte er in seiner Vergangenheit schon häufiger erlebt. Und er blickte mich an und meinte: wird nicht lange halten. Damit kam das Gespräch auf den fehlenden Konus-Schlüssel.
Auch wenn er es sehr gerne täte, er könne ich mir keinen verkaufen, denn er hätte genau die zwei, die er braucht. Er gab mir den Tipp, einfach in den Baumarkt zu fahren, einen ganz normalen Maulschlüssel zu kaufen und bei der nächsten besten Werkstatt zu fragen, ob mir denn jemand auf das richtige Maß abschleifen könnte?
Nicht so ganz überzeugt von dieser Lösung zog ich ab und wollte weiter fahren. Da kam er noch mal aus dem Laden gerannt und hielt einen Schlüssel hoch. Er hätte noch einen gefunden der war schon sehr alt, aber er würde mir einen von seinen beiden verkaufen.
Damit hatte ich jetzt alles Werkzeug dabei, was ich benötige, um unterwegs das Lager noch mal einzustellen🥳.
Dann war Einkaufslogistik gefragt, idealer Weise alles, was man in den nächsten zwei Tagen braucht UND was man noch in die Gepäck Taschen bekommt.
Denn es ging jetzt circa 130 km durch Tundra und Wald, ohne jede Ortschaft (jedenfalls nichts, was ich Ortschaft nennen würde) und ohne Einkaufsmöglichkeit. Nach einem Tankstellen Imbiss, ging es dann um 14:15 Uhr los. Ab Richtung Schweden!
Die Landschaft eher unspektakulär. Sehr viel Wald, ein paar Seen, wahrscheinlich genau das, was mich in Nord Schweden auch erwarten wird. Der Aufstieg auf eine Hoch Ebene, verlief durch eine Schlucht mit einem Flusslauf neben der Straße mit teilweise spektakulären Ausblicken.
Mit dem Wind im Rücken und gut zu fahrenden Steigungen, konnte ich doch noch einige Kilometer fahren. Morgen früh komme ich nach 10 km Kautokeino, bevor es dann 20 km weiter für den Rest des Tages durch Finnland gehen wird. Schlafplätzchen ist direkt an einem kleinen See, allerdings direkt an der E 45, wo im Moment glücklicherweise wenig Verkehr herrscht. Schwärme von Mücken belagern hier mein Zelt. Jedes Mal beim ein und aussteigen aus dem Zelt, bringe ich etliche der Scheißviecher mit hinein.
Mal schauen, ob ich morgen aussehe wie ein Streuselkuchen…
Tschüss Tag 30 …👋🏻
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